1. Sicher und flexibel: Das klassische Sparbuch & Tagesgeld
Vorteile:
Sicherheit: Einlagen bis 100.000 € pro Bank sind durch die Einlagensicherung
geschützt.
Flexibilität: Jederzeit verfügbar, ideal für kurzfristige Ziele oder Notfälle.
Nachteile:
Niedrige Zinsen: Aktuell (Stand Februar 2026) liegen die Zinsen für Tagesgeld bei ca. 2–3
% p.a. – kaum genug, um die Inflation auszugleichen.
Tipp: Nutze Tagesgeld als „Parkposition“ für Gelder, die in den nächsten 1–2
Jahren benötigt werden. Für langfristigen Vermögensaufbau sind andere Produkte
besser geeignet.
2. Staatlich gefördert: Der JuniorDepot-Sparplan
Vorteile:
Steuerfreiheit: Bis zu 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind für Kinder steuerfrei
(Freistellungsauftrag nutzen!).
Flexibilität: Ab 1 € monatlich besparbar, breite Streuung durch ETFs möglich.
Nachteile:
Marktrisiko: Bei Aktien-ETFs sind Kursschwankungen möglich.
Empfehlung: Ein breit gestreuter MSCI-World-ETF (z.B. von iShares oder
Vanguard) als Sparplan ist ideal. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren gleicht das
Zinseszinseffekt mögliche Schwankungen aus.
Beispielrechnung: Bei 100 € monatlich und 5 % Rendite p.a. wären nach 18 Jahren ca. 35.000
€ möglich – steuerfrei!
3. Langfristig und sicher: Festgeld & Anleihen
Vorteile:
Planbare Rendite: Festgeld bietet aktuell (Feb. 2026) bis zu 4 % p.a. für 5–10 Jahre
Laufzeit.
Geringes Risiko: Staatsanleihen (z.B. deutsche Bundesanleihen) gelten als sehr sicher.
Nachteile:
Gebundene
Liquidität: Geld ist für die Laufzeit nicht verfügbar.
Tipp: Kombiniere Festgeld mit einem JuniorDepot: Ein Teil des Geldes sicher
anlegen, ein Teil in ETFs investieren.
4. Für Bildung & Ausbildung: Der Bildungssparvertrag
Vorteile:
Zuschüsse vom
Staat: Bis zu 20 % Prämie auf die jährlichen
Einzahlungen (max. 400 € pro Jahr).
Steuerfreiheit: Erträge sind steuerfrei, wenn das Geld für Ausbildung verwendet wird.
Nachteile:
Verwendungszweck: Geld darf nur für Bildung ausgegeben werden.
Empfehlung: Nutze diesen Vertrag zusätzlich zu anderen Anlagen, um gezielt für
Studium oder Ausbildung vorzusorgen.
5. Immobilien: Direkt oder indirekt?
Option 1:
Immobilienfonds
Vorteile: Ab 50 € monatlich möglich, breite Streuung.
Nachteile: Gebühren, Wertschwankungen.
Option 2: Eigene
Immobilie
Vorteile: Mieteinnahmen, Wertsteigerung.
Nachteile: Hohe Einstiegskosten, Verwaltung.
Tipp: Für die meisten Großeltern sind Immobilienfonds die praktikablere
Lösung.
Steuern sparen: Die wichtigsten Tipps
Freistellungsauftrag
nutzen: Bis zu 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind
für Kinder steuerfrei.
Schenkungssteuer
beachten: Bis zu 20.000 € alle 10 Jahre pro Enkel sind
steuerfrei (Stand 2026).
Depot auf den
Enkel eröffnen: So profitiert das Kind von den
Steuerfreibeträgen.
Fazit: So startest du am besten
|
Anlageform |
Risiko |
Renditechance |
Flexibilität |
Steuerliche Vorteile |
|
Tagesgeld |
Sehr niedrig |
Niedrig |
Hoch |
Nein |
|
JuniorDepot (ETF) |
Mittel |
Hoch |
Hoch |
Ja |
|
Festgeld |
Niedrig |
Mittel |
Niedrig |
Nein |
|
Bildungssparvertrag |
Niedrig |
Niedrig |
Mittel |
Ja |
|
Immobilienfonds |
Mittel |
Mittel |
Mittel |
Teilweise |
Empfehlung für
Großeltern:
Kurzfristig (0–5
Jahre): Tagesgeld oder Festgeld
Mittelfristig
(5–10 Jahre): Festgeld + Bildungssparvertrag
Langfristig (10+
Jahre): JuniorDepot mit ETF-Sparplan
Dein nächster Schritt: Eröffne noch heute ein JuniorDepot oder Tagesgeldkonto auf den Namen deines Enkels – so startest du mit kleinen Beträgen und nutzt die Macht des Zinseszins!
Beispielrechnung:
Junior-Depot mit ETF-Sparplan (50 € monatlich bis zum 18. Lebensjahr)
Hier ist eine realistische Prognose für einen MSCI-World-ETF-Sparplan mit folgenden
Annahmen:
Monatlicher Sparbetrag: 50 €
Laufzeit: 18 Jahre (z.B. von Geburt bis
zum 18. Geburtstag)
Durchschnittliche Rendite p.a.: 5 %
(konservativ, historisch lag die Rendite des MSCI World bei ca. 7 % p.a.)
Steuerfreibetrag: Voll ausgeschöpft
(1.000 € Kapitalerträge/Jahr steuerfrei für Kinder)
Kosten: 0,2 % TER (typisch für günstige
ETFs wie z.B. den iShares MSCI World
(Acc))
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