Montag, 16. Februar 2026

Geldanlage für Enkelkinder: Ein Leitfaden für Großeltern

 


1. Sicher und flexibel: Das klassische Sparbuch & Tagesgeld

Vorteile:

Ÿ  Sicherheit: Einlagen bis 100.000 € pro Bank sind durch die Einlagensicherung geschützt.

Ÿ  Flexibilität: Jederzeit verfügbar, ideal für kurzfristige Ziele oder Notfälle.

Nachteile:

Ÿ  Niedrige Zinsen: Aktuell (Stand Februar 2026) liegen die Zinsen für Tagesgeld bei ca. 2–3 % p.a. – kaum genug, um die Inflation auszugleichen.

Tipp: Nutze Tagesgeld als „Parkposition“ für Gelder, die in den nächsten 1–2 Jahren benötigt werden. Für langfristigen Vermögensaufbau sind andere Produkte besser geeignet.

2. Staatlich gefördert: Der JuniorDepot-Sparplan

Vorteile:

Ÿ  Steuerfreiheit: Bis zu 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind für Kinder steuerfrei (Freistellungsauftrag nutzen!).

Ÿ  Flexibilität: Ab 1 € monatlich besparbar, breite Streuung durch ETFs möglich.

Nachteile:

Ÿ  Marktrisiko: Bei Aktien-ETFs sind Kursschwankungen möglich.

Empfehlung: Ein breit gestreuter MSCI-World-ETF (z.B. von iShares oder Vanguard) als Sparplan ist ideal. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren gleicht das Zinseszinseffekt mögliche Schwankungen aus.

Beispielrechnung: Bei 100 € monatlich und 5 % Rendite p.a. wären nach 18 Jahren ca. 35.000 € möglich – steuerfrei!

3. Langfristig und sicher: Festgeld & Anleihen

Vorteile:

Ÿ  Planbare Rendite: Festgeld bietet aktuell (Feb. 2026) bis zu 4 % p.a. für 5–10 Jahre Laufzeit.

Ÿ  Geringes Risiko: Staatsanleihen (z.B. deutsche Bundesanleihen) gelten als sehr sicher.

Nachteile:

Ÿ  Gebundene Liquidität: Geld ist für die Laufzeit nicht verfügbar.

Tipp: Kombiniere Festgeld mit einem JuniorDepot: Ein Teil des Geldes sicher anlegen, ein Teil in ETFs investieren.

4. Für Bildung & Ausbildung: Der Bildungssparvertrag

Vorteile:

Ÿ  Zuschüsse vom Staat: Bis zu 20 % Prämie auf die jährlichen Einzahlungen (max. 400 € pro Jahr).

Ÿ  Steuerfreiheit: Erträge sind steuerfrei, wenn das Geld für Ausbildung verwendet wird.

Nachteile:

Ÿ  Verwendungszweck: Geld darf nur für Bildung ausgegeben werden.

Empfehlung: Nutze diesen Vertrag zusätzlich zu anderen Anlagen, um gezielt für Studium oder Ausbildung vorzusorgen.

5. Immobilien: Direkt oder indirekt?

Option 1: Immobilienfonds

Ÿ  Vorteile: Ab 50 € monatlich möglich, breite Streuung.

Ÿ  Nachteile: Gebühren, Wertschwankungen.

Option 2: Eigene Immobilie

Ÿ  Vorteile: Mieteinnahmen, Wertsteigerung.

Ÿ  Nachteile: Hohe Einstiegskosten, Verwaltung.

Tipp: Für die meisten Großeltern sind Immobilienfonds die praktikablere Lösung.

Steuern sparen: Die wichtigsten Tipps

Ÿ  Freistellungsauftrag nutzen: Bis zu 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind für Kinder steuerfrei.

Ÿ  Schenkungssteuer beachten: Bis zu 20.000 € alle 10 Jahre pro Enkel sind steuerfrei (Stand 2026).

Ÿ  Depot auf den Enkel eröffnen: So profitiert das Kind von den Steuerfreibeträgen.

Fazit: So startest du am besten

Anlageform

Risiko

Renditechance

Flexibilität

Steuerliche Vorteile

Tagesgeld

Sehr niedrig

Niedrig

Hoch

Nein

JuniorDepot (ETF)

Mittel

Hoch

Hoch

Ja

Festgeld

Niedrig

Mittel

Niedrig

Nein

Bildungssparvertrag

Niedrig

Niedrig

Mittel

Ja

Immobilienfonds

Mittel

Mittel

Mittel

Teilweise

 

Empfehlung für Großeltern:

Ÿ  Kurzfristig (0–5 Jahre): Tagesgeld oder Festgeld

Ÿ  Mittelfristig (5–10 Jahre): Festgeld + Bildungssparvertrag

Ÿ  Langfristig (10+ Jahre): JuniorDepot mit ETF-Sparplan

Dein nächster Schritt: Eröffne noch heute ein JuniorDepot oder Tagesgeldkonto auf den Namen deines Enkels – so startest du mit kleinen Beträgen und nutzt die Macht des Zinseszins!

Beispielrechnung: Junior-Depot mit ETF-Sparplan (50 € monatlich bis zum 18. Lebensjahr)

Hier ist eine realistische Prognose für einen MSCI-World-ETF-Sparplan mit folgenden Annahmen:

Ÿ  Monatlicher Sparbetrag: 50 €

Ÿ  Laufzeit: 18 Jahre (z.B. von Geburt bis zum 18. Geburtstag)

Ÿ  Durchschnittliche Rendite p.a.: 5 % (konservativ, historisch lag die Rendite des MSCI World bei ca. 7 % p.a.)

Ÿ  Steuerfreibetrag: Voll ausgeschöpft (1.000 € Kapitalerträge/Jahr steuerfrei für Kinder)

Ÿ  Kosten: 0,2 % TER (typisch für günstige ETFs wie z.B. den iShares MSCI World (Acc))

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Samstag, 7. Februar 2026

5 Wege, wie du 2026 dein Nettoeinkommen in Deutschland erhöhen kannst



Einleitung

2026 bringt einige finanzielle Änderungen mit sich – von höheren Sozialabgaben bis zu neuen Steuerfreibeträgen. Doch wie kannst du konkret mehr Netto vom Brutto behalten? Hier sind fünf praktische Ansätze, die dir helfen, dein Einkommen zu optimieren und deine Ausgaben zu senken.


1. Steuerfreibeträge und Werbungskosten voll ausschöpfen

Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 € – das ist der Betrag, bis zu dem dein Einkommen steuerfrei bleibt. Nutze diesen Freibetrag optimal, indem du z. B. Kapitalerträge oder Nebeneinkünfte so steuerst, dass sie innerhalb dieser Grenze bleiben. 

Auch Werbungskosten (z. B. für Homeoffice, Fortbildungen oder Arbeitsmittel) und 

Sonderausgaben (z. B. private Altersvorsorge, Spenden) kannst du geltend machen, um deine Steuerlast zu senken.


2. Passive Einkommensquellen aufbauen

Passives Einkommen ist eine hervorragende Möglichkeit, dein Netto zu erhöhen, ohne mehr arbeiten zu müssen. Hier ein paar Ideen:

  • Dividenden und Zinsen: Investiere in dividendenstarke Aktien oder Festgeldkonten mit attraktiven Zinsen.
  • Digitale Produkte: Erstelle z. B. ein Ausmalbuch für Erwachsene mit geometrischen Mustern, Tieren oder Fantasy-Motiven und verkaufe es als PDF oder Druckvorlage über Plattformen wie Etsy oder Amazon KDP.
  • Vermietung: Falls du eine Immobilie besitzt, kannst du sie vermieten oder einen Teil davon (z. B. ein Zimmer) über Airbnb anbieten.

3. Krankenversicherung optimieren

Die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen 2026 weiter an. Ein Vergleich der Kassen lohnt sich: Manche bieten günstigere Tarife oder spezielle Leistungen für Rentner. Prüfe auch, ob du durch eine private Zusatzversicherung (z. B. für Zahnersatz oder Krankenhausaufenthalte) langfristig sparen kannst, indem du teure Zusatzleistungen absicherst.


4. Mindestlohn und Minijobs nutzen

Der Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 € pro Stunde. Falls du nebenbei jobbst, profitierst du direkt von dieser Erhöhung. Auch die Verdienstgrenze für Minijobs steigt auf 603 € pro Monat – ideal, wenn du ohne Abgaben etwas dazuverdienen möchtest.


5. Lebenshaltungskosten senken

Ein kritischer Blick auf deine Fixkosten kann Wunder wirken:

  • Strom- und Versicherungstarife: Wechsle zu günstigeren Anbietern oder nutze Vergleichsportale.
  • Subventionen und Förderungen: Prüfe, ob du Anspruch auf Wohngeld, Grundsicherung oder andere Zuschüsse hast.
  • Konsumverhalten: Nutze Rabatte, Cashback-Apps und Secondhand-Plattformen, um im Alltag zu sparen.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Du musst nicht alles auf einmal umsetzen – schon kleine Änderungen können dein Nettoeinkommen spürbar erhöhen. Beginne mit der Steueroptimierung und dem Aufbau passiver Einkommensquellen, dann folge Schritt für Schritt den anderen Tipps.

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Dienstag, 23. Dezember 2025

Neun wirksame Spartipps bei kleiner Rente sind:

 

 

1. Kassensturz und Haushaltsplan

-          Erfassen Sie alle Einnahmen und Ausgaben (Kontoauszüge der letzten drei bis sechs Monate, auch Barabhebungen) und teilen Sie sie in feste, variable und verzichtbare Kosten auf.

-          Mit einem einfachen Haushaltsplan (Excel/Google Sheets oder Papier) monatliche Grenzen pro Kategorie setzen. Schuldner- und Budgetberatungen der Wohlfahrtsverbände helfen dabei kostenlos.

 

2. Fixkosten konsequent senken

-          Strom- und Gastarife, Telefon-/Internetgebühren, Kontoführungsgebühren, Streaming-Abos und Mitgliedschaften prüfen und wenn möglich zu günstigeren Anbietern wechseln oder kündigen.

-          Oft bieten Versorger Sozial- oder Seniorentarife an. Jede Ersparnis bei den Fixkosten wirkt sich dauerhaft wie eine „Netto-Rentenerhöhung“ aus.

 

3. Wohnen optimieren

-          Prüfen, ob die aktuelle Wohnung finanziell tragbar ist oder ob eine kleinere, besser gedämmte Wohnung mittelfristig die Kosten für Miete, Heizung und Nebenkosten senkt.

-          Wohngeld, Heizkostenzuschüsse oder Grundsicherung im Alter beantragen, wenn die Rente nicht für eine angemessene Wohnung reicht.

 

4. Essen und Alltag frugal gestalten

-          Wocheneinkauf nach Einkaufszettel, Eigenmarken, Großpackungen und Angebotsprospekten; Fertigprodukte und spontane Käufe vermeiden.

-          Mehr selbst kochen, Reste verwerten, Leitungswasser statt Getränke, Rabattaktionen und Seniorenvorteile (z. B. im ÖPNV, Schwimmbad, Museum) konsequent mitnehmen.

 

5. Versicherungen ausmisten

-          Unverzichtbar bleibt eine private Haftpflichtversicherung. Viele andere Policen (z. B. alte Unfall-, Insassen- oder teure Zusatzversicherungen) sind im Alter oft verzichtbar oder zu teuer.

-          Tarife auf Seniorenrabatte und Doppelversicherungen prüfen. Die Kündigung unnötiger Versicherungen bringt eine sofortige und dauerhafte Entlastung.

 

6. Schulden und Verträge prüfen

Teure Dispo- oder Konsumkredite nicht weiterlaufen lassen, sondern mit der Bank über Ratenkredite mit niedrigeren Zinsen oder eine Umschuldung sprechen.

 

7. Staatliche Hilfen und Vergünstigungen nutzen

-          Anspruch auf Grundsicherung im Alter, Wohngeld, Pflegeleistungen oder andere Sozialleistungen prüfen, wenn die Rente nicht zum Existenzminimum reicht.

-          Viele Kommunen bieten Ermäßigungen für Kultur, ÖPNV und Freizeitangebote für Menschen mit niedrigen Einkommen oder Sozialpass an.

 

8. Gesund sparen, nicht krank sparen

Notwendige Medikamente und Vorsorgeuntersuchungen nicht auslassen, um Geld zu sparen. Prävention kann teure Behandlungen verhindern.

 

9. Legal hinzuverdienen

Seit 2023 können Altersrentner regulär ohne starre Hinzuverdienstgrenzen hinzuverdienen, es sind nur Steuern und Sozialabgaben zu beachten. Ab 2026 gibt es die Aktivrente. Dann sollen 2.000 € steuerfrei bleiben.

Geeignet sind Minijobs, leichte Teilzeit, Betreuungs- oder Haushaltshilfen, Nachhilfe, Handwerks-Nebentätigkeiten oder kleine Online-Dienstleistungen. Wichtig ist eine formelle Anmeldung, um Ärger zu vermeiden.

Noch mehr Tipps zum Thema Geld finden Sie in meinem Geld-Ratgeber auf https://www.geld-fuchs.com/ratgeber/ratgeber-geld/.

Bild: de.freepik.com